Zeckenschutz

Bei einer Fernreise ist eine Impfung selbstverständlich, was aber, wenn es in den Schwarzwald, ins Berchtesgadener Land oder sonst in die heimischen Wälder geht? Auch hier bei uns lauern Viren, die Hirnhautentzündung auslösen können. Diese Viren werden bei uns durch Zecken übertragen, die bereits bei über sieben Grad aktiv werden. Sie überwintern im Boden, krabbeln hervor, sitzen im Gras, auf Blüten – im Wald, auf Wiesen, in Parks, Gärten und auch auf Spielplätzen.

Wenn man sie berührt, springen sie auf die Haut oder auf die Kleidung. Sie suchen sich dann eine weiche Hautstelle, am Haaransatz, in der Kniekehle oder unten den Achseln um Blut zu saugen. Dadurch das der Winter so mild war, haben auch viele der Spinnentiere überlebt und treiben jetzt wieder ihr Unwesen. Experten raten deshalb dringend zur Impfung, da Zecken auch Borreliose auslösen können. Die Bakterien können hierbei schwere Beschwerden verursachen. Leider gibt es hierfür keine Impfung, aber man kann sich davor schützen.

Jährlich stecken sich etwa 200 000 Menschen mit den Bakterien an und damit ist die Borreliose die häufigste Krankheit, welche durch Zecken übertragen wird. Jedes dritte Tier trägt den Virus in sich. Zum Glück spüren nur ca, 7000 Betroffene Symptome. Das erste Anzeichen ist die rote Umrandung des Stichs, dann kommt es zu Grippe ähnlichen Symptomen und in Folge dann Herz-Rasen, Schwindel und Gesichtslähmungen. Auch kann es zu chronisch schmerzhaften Gelenkentzündungen kommen und zu einer Hirnhautentzündung.

Wir die Krankheit früh erkannt, kann sie mit speziellen Antibiotika behandelt werden. Bei später auftretenden sowie chronischen Symptomen sind oft Antibiotika-Gaben durch mehrwöchige Infusionen nötig. Es gibt gegen Borreliose keine Impfung und auch keine Immunität. Einige Betroffen haben sich mehrfach angesteckt und leiden unter mehreren Borreliosen.

Zecken kann man abwehren

Während Sie sich in der Natur aufhalten, immer lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen. Am besten noch lange Strümpfe über die Hosenbeine stülpen. Bevorzugen Sie helle Kleidung, da kann man die Tierchen gut erkennen.

Sprühen Sie Haut und Kleidung alle zwei Stunden mit einem Anti-Zecken-Spray ein.

Wieder zuhause angekommen sollten Sie Ihre Haut und auch die Haut Ihrer Lieben nach Zecken absuchen. Beim Duschen kann man diese auch gut an nicht einsehbaren Körperteilen ertasten – vor allem, wenn die Haut mit Duschgel benetzt und deshalb sehr glatt ist.

Wenn sich doch eine Zecke fest gebissen hat

Das Wichtigste in diesem Fall: sofort entfernen, denn je früher, umso geringer ist das Risiko, das sie Erreger in die Stichstelle abgibt. Das beste Werkzeug ist eine Zecken-Pinzette. Damit setzt man möglichst nah an der Haut an und zieht das Tierchen langsam und mit Geduld gerade heraus. Nicht drehen und die Zecke nicht quetschen.