Binäre Optionen oder CFDs?

Binäre Optionen oder CFDs? Das fragen sich viele Anleger, die an beiden Handelsarten interessiert sind. Inzwischen gibt es daher Broker, die beide Varianten mit einem Tradingkonto anbieten. Doch wo liegen die Vor- und Nachteile von Binären Optionen versus CFDs? Wir haben das Thema näher untersucht. www.binaerbroker.net hat die Antwort.

Gemeinsamkeiten und Wesensunterschiede von Binären Optionen und CFDs

Wer Spaß am börslichen Handeln hat, dürfte sich gleichermaßen für Binäre Optionen und CFDs interessieren. In beiden Fällen locken die Anleger hohe Renditen und ein hohes Risiko gleichermaßen, das erst den Reiz des Handels ausmacht. Es handelt sich um derivate Anlageinstrumente, sie werden also von einem Basiswert abgeleitet. Die Basiswerte sind im Binär- wie im CFD-Handel Aktien, Indizes, Rohstoffe, Währungspaare und manchmal auch Anleihen. Es gibt einige Wesensunterschiede:

  • CFDs sind variantenreicher, sie ermöglichen oft eine höhere Auswahl an Basiswerten.
  • Das Risiko ist bei Binären Optionen eher begrenzt.
  • CFDs gelten als professionelleres Produkt wegen der stufenlosen Risikosteuerung.

Ein wesentlicher Unterschied darf nicht vergessen werden: Viele CFD-Broker arbeiten mit einer deutschen Niederlassung, während die Binärbroker vorwiegend im Zypern angesiedelt sind. Nur wenige dieser Anbieter wie etwa BDSwiss haben deutsche Büros eröffnet.

Der direkte Vergleich von CFDs und Binären Optionen

Beim Binäroptionen gibt es nur die beiden Möglichkeiten eines vorab festgelegten Gewinns oder des Totalverlustes. Die Broker bieten zwar Tools für die Risikosteuerung wie Early Closure, Rollover, Ladder oder Double Up an, auch gewähren einige Anbieter eine kleine Verlustrückerstattung. Doch das Grundprinzip bleibt binär. Das zeigt sich am ehesten bei den vorab festgelegten Gewinnen unabhängig von der Quantität einer Kursbewegung. Eine Call-Option gewinnt bei einem Broker beispielsweise einen festen Betrag von 80 % auf den Einsatz, egal ob der Kurs um zehn oder 200 Punkte gestiegen ist. Bei einem CFD wäre das ein sehr großer Unterschied. Mit seinem CFD kann der Trader über seinen Stop Loss die Höhe von Gewinn oder Verlust sehr genau steuern. Das ermöglicht ein differenziertes Risiko- und Gewinnmanagement bis auf den Punkt. Andererseits verlangt dieses Risikomanagement eine lückenlose Marktbeobachtung am besten vom PC aus. Das bloße Einbuchen des Derivats vom Smartphone aus, wie es bei Binären Optionen längst üblich ist, kann für das CFD-Trading keinesfalls empfohlen werden. Für Menschen, die viel unterwegs sind, ist daher der Binärhandel viel eher geeignet. Doch auch Einsteiger profitieren davon, dass sie nach dem Einbuchen der Option prinzipiell nicht mehr viel nachdenken müssen. Das komplexe Management der CFDs hat nämlich den entscheidenden Nachteil, dass der Trader unter Umständen fortlaufend suboptimale Entscheidungen trifft.

Binäre Optionen: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Planbarkeit von Gewinn und Risiko
  • sehr kleine Einsätze möglich
  • mobiler Handel sehr gut möglich
  • keine permanente Marktbeobachtung erforderlich
  • hohe Performance auch bei kleinen Kursbewegungen

Nachteile

  • Totalverlust auch bei kleiner Gegenbewegung möglich
  • Gewinn und Verlust nur sehr schlecht steuerbar
  • Zusatztools sind hilfreich, aber schwer zu managen

 

CFDs: Vor- und Nachteile

Vorteile

  • sehr gute Risiko- und Gewinnsteuerung
  • sehr viele Basiswerte (oft mehrere Tausend gegenüber 80 bis 200 bei Binären Optionen)
  • sehr professioneller Auftritt der Broker
  • viele deutsche Broker

Nachteile

  • lückenlose Marktbeobachtung ist zu empfehlen
  • mobiler Handel kaum möglich
  • Kapitaleinsätze sollten etwas höher sein

 

CFDs oder Binäre Optionen? – Fazit

Im Fazit stellt sich die Frage, für welche Art von Tradern sich eher CFDs, für wen sich eher Binäre Optionen eignen. Ganz klar sollten Trader, die unbedingt mobil handeln möchten und müssen, auf Binäre Optionen setzen. Es ist theoretisch möglich, auch auf eine CFD-Brokerplattform mobil zuzugreifen, aber vom Smartphone aus wird das so unkomfortabel, dass allein aus technischen Gründen Verluste drohen. Ein Stop Loss lässt sich nicht so einfach platzieren und bewegen. Bei Binären Optionen tippt der Trader nur auf einen grünen oder roten Button zum Einbuchen von Call oder Put. Ein weiterer, rein psychologischer Grund spricht für die Binären Optionen: Wenn ein Trader keine Lust hat und das im Übrigen für kontraproduktiv hält, ständig mit dem Stop Loss oder gar komplexen Hedging-Systemen herumzuexperimentieren, sollte er ganz klar auf Binäre Optionen setzen. Das kann sehr erfolgreich sein. Wer aber in sich den Drang verspürt, seine Positionen zu kontrollieren und ständig am Risikomanagement per Stop Loss und Kaufstopp zu basteln, ist eindeutig mit CFDs besser aufgehoben. Nicht zuletzt ist es eine Frage des Geldes. Eine Binäre Option lässt sich oft mit 20, fünf oder gar nur einem Euro einbuchen. Beim CFD-Trading bringen solche geringen Summen effektiv nichts ein. Sehr niedrig kapitalisierte Trader dürften daher mit Binären Optionen besser zurechtkommen. Mehr infos auf: http://www.binaereoptionen24.info